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Akzeptiere deine Heilung

 - aus Martin Brofmans Buch, "Das Körper-Spiegel-System."

Die Heilung annehmen

(Heilung und Transformation)

 

Jede Krankheit ist mit einer bestimmten Art und Weise zu sein verbunden. So gibt es einen Persönlichkeitstypus, der mit Herzerkrankungen in Verbindung steht, ein anderer mit Krebs, ein weiterer mit Kurzsichtigkeit usw. Die Person hatte bezüglich ihrer Art und Weise zu sein Stress und dieser Stress hat die physische Ebene erreicht und sich in Form eines Symptoms manifestiert.

Wenn jemand ein Symptom auflösen möchte, muss er auch die Art und Weise zu sein loslassen, die mit dem Symptom verbunden gewesen ist und dieses sogar erschaffen hat. Wenn der Stress im Bewusstsein losgelassen wird, kann die Person danach andere Wahrnehmungen haben und dadurch eine andere Art des Seins erleben. Die Beschaffenheit der Blase verändert sich und damit die Wahrnehmungsfilter, durch die die Person die Welt sieht. Oder anders gesagt, da unsere Wahrnehmungen unsere Realität erschaffen, vollzieht sich eine Veränderung oder eine Bewegung von einer Blase in eine andere, von einer Realität in eine andere, von einem Paradigma in ein anderes.

Wir können daher sagen, dass der Heilungsprozess unmittelbar einen Transformationsprozess mit sich bringt. Nach meiner Erfahrung ist die Genesung von einer schweren Krankheit immer von einer Veränderung der Art und Weise zu sein der betroffenen Person begleitet. Entweder sie verändert etwas oder sie fährt fort, die Symptome zu manifestieren, bis sie schließlich stirbt. Diejenigen, die sich für Veränderung entscheiden, können die Dinge in ihrem Leben anders sehen und sie können erkennen, dass Dinge anders als vorher geschehen. Sie können dadurch, dass sie andere Erfahrungen machen, veränderte Glaubenssätze erschaffen. Oder aber sie sind in der Lage, zuerst veränderte Glaubenssätze zu schaffen und machen daraufhin andere Erfahrungen.

In beiden Fällen kommt es darauf an, alte Wahrnehmungen loszulassen, die auf alten Erfahrungen beruhten, wenn diese Wahrnehmungen zu einer angespannten Art der Interaktion mit der Umwelt geführt haben.

Eine Möglichkeit, diese Umprogrammierung oder diese Veränderung der Wahrnehmung zu erreichen, ist es, das Element der Zeit als einen möglichen verändernden Einfluss auf unsere inneren Programme und Wahrnehmungen zu erkennen und dabei zu entscheiden, unsere positive Sicht auf Gegenwart und Zukunft nicht durch negative Erfahrungen der Vergangenheit beeinträchtigen zu lassen.

So könnten Sie zum Beispiel ein Programm in Ihrem menschlichen Biocomputer haben, das sagt: „Jedes Mal wenn ich diesen Menschen sehe, bekomme ich Kopfschmerzen.“ Damit wird in diesem Fall der Kopfschmerz bereits erwartet, sodass Sie die Möglichkeit haben, diese Wahrheit oder das Programm, von dem Sie glauben, dass es wahr ist, und das somit wahr für Sie ist, zu bestätigen. Leider führt dieses Programm immer zu Kopfschmerzen. Obwohl es also sehr wirkungsvoll und funktionsfähig ist, ist sein Ergebnis unangenehm. 

Um dieses Programm aufzulösen und dabei trotzdem die Wahrheit anzuerkennen, können Sie es als wahr in der Vergangenheit beschreiben. Dann würde das Programm lauten: „Jedes Mal wenn ich diesen Menschen gesehen habe, habe ich Kopfschmerzen bekommen. Aber vielleicht ist es das nächste Mal anders. Vielleicht hat er seine Fehler erkannt oder ist erleuchtet worden oder hat sich verändert (es geht hierbei nur um eine Veränderung des Anderen). Ich werde sehen, was das nächste Mal geschieht und was dann wahr ist.“

Dann kann die direkte Erfahrung zeigen, dass eigentlich etwas anderes wahr ist. „Oh, er ist wirklich anders und eigentlich ganz angenehm. Ich bin sicher, dass ich nie wieder in seiner Anwesenheit Kopfschmerzen bekommen werde.“ Von dem Moment an wurde mit diesen Worten ein neuer Glaube erschaffen, neue Wahrnehmungen sind möglich und eine neue Realität wird mit dem neuen Glauben erschaffen.

Wenn Sie daran interessiert sind, den Heilungsprozess und somit den Transformationsprozess zu erfahren, ist es von besonderer Bedeutung, wie Sie sich gegenüber sich selbst beschreiben. Denn die Worte, die Sie benutzen, um Ihre Erfahrung beschreiben, erschaffen Ihre Realität und Sie haben ja ein Interesse daran, eine andere Realität zu erschaffen, in der Sie sich wohler fühlen als vorher.

Deshalb ist es wichtig, den Worten, mit denen Sie sich selbst beschreiben, Aufmerksamkeit zu schenken. Wenn Sie Eigenschaften beschreiben, die Sie nicht besonders erfolgreich finden („Ich bin schüchtern“ oder „Ich habe Angst vor Erfolg“ oder „Ich bin von Natur aus reizbar“ usw.), dann belassen Sie diese mit Ihren Worten doch lieber in der Vergangenheit und schaffen Sie so Platz für eine andere Wahrnehmung in der Gegenwart und auch in der Zukunft („Ich war schüchtern“ oder „Ich habe bis jetzt Angst vor Erfolg gehabt“ oder „Ich war reizbar, weil ich nicht wirklich ich selbst war“ usw.).

Auf diese Weise sind Sie in der Lage, sich leichter von alten Ideen und alten Spannungen, die mit den Symptomen zusammenhingen, die aufgelöst werden sollen, zu verabschieden und sich nicht mehr damit zu identifizieren.

Das Gleiche gilt für die Worte, mit denen Sie das Symptom beschreiben, das aufgelöst werden soll. Seien Sie sich des Elementes der Zeit bewusst und seien Sie dadurch fähig, sich selbst das Symptom so zu beschreiben, wie Sie es im gegenwärtigen Moment erfahren. Wenn Sie sagen „es schmerzt den ganzen Tag“, bemerken Sie möglicherweise nicht, dass es in diesem Moment gar nicht so stark schmerzt. Wenn Sie sagen „das Symptom kommt und geht“, obwohl Sie es in diesem Moment gar nicht erfahren, erwarten Sie bereits, dass es wiederkommt. Es ist wesentlich effektiver, wenn Sie Ihre Erfahrung im gegenwärtigen Moment beschreiben, anerkennen was jetzt wahr ist und sich positiv auf eine positive Zukunft orientieren („Jetzt ist es besser, als es vorher war. Und eigentlich scheint es immer besser zu werden.“).

Die positive mentale Einstellung ist selbstverständlich ein nützliches Element, um die bestmögliche Lebensqualität zu genießen. Für den Heilungsprozess ist sie jedoch von grundlegender Bedeutung.

Wenn Sie etwas visualisieren, unabhängig davon was es ist, erhöhen Sie damit die Wahrscheinlichkeit, dass es wirklich geschieht. Die Bilder, die Sie in Ihr Bewusstsein geben, neigen eher dazu, wirklich zu geschehen. Wenn Sie deshalb weiterhin Bilder von sich selbst in leidendem Zustand in Ihr Bewusstsein hinein geben, neigen Sie dazu, diese Bedingung auch weiter zu leben. Dabei spielt es nicht einmal eine Rolle, was für ein Gefühl Sie bei einem Bild haben – das Bild selbst ist wichtig. Wenn Sie also ein Bild davon haben, was Sie nicht wollen, neigen Sie immer noch dazu, Ihr Bewusstsein mit diesem Bild zu füllen und dadurch das zu erschaffen, was Sie nicht wollen.

Deshalb ist es wichtig, ein Bild des positiven Endergebnisses, auf das Sie hinarbeiten, in Ihrem Bewusstsein zu haben, das Sie an Ihre Ziele erinnert. Wenn Sie eine Heilung bekommen, sollte dies im Idealfalle in der Erwartung geschehen, geheilt zu werden. Zumindest dürfen Sie keine Zweifel oder Widerstände haben, denn dadurch wird der Prozess unterbrochen.

Sie müssen nicht an die Methode oder das System glauben, aber Sie müssen offen für die Möglichkeit sein, dass es bei Ihnen funktioniert. Wenn Sie an die Heilung glauben, können Sie sich selbst während der Heilung daran erinnern, dass Ihre Heilung jetzt geschieht. Nachdem die Heilung geschehen ist, können Sie erkennen, ob das Ergebnis bis dahin teilweise oder umfassend ist. Manchmal sind die Ergebnisse sofort vollständig erkennbar, aber oft stellen sich weitere positive Wirkungen ein, die sich in den Tagen oder Wochen nach dem Akt der Heilung manifestieren.

Wenn die Heilung vollständig ist und keinerlei Symptome mehr erfahren werden, dann seien Sie sich sicher, dass Sie geheilt sind, und fahren Sie mit Ihrem weiteren Leben fort. Wenn die vollständige Wirkung der Heilung noch nicht erfahren wird, ist es wichtig, dass Sie sich selbst immer wieder daran erinnern, dass die Heilung geschehen ist und dass die Wirkungen davon auf dem Wege sind. Statt sich selbst weiterhin in Ihrer alten Blase zu sehen, sehen Sie sich in Ihrer neuen Blase, in der, auf die Sie sich zu bewegen. Sehen Sie sich selbst in der Zukunft als geheilt.

Wenn Sie sich von einer Blase in eine neue oder von einer Realität in irgendeine andere bewegen, geschieht dies in drei Schritten:

 

1. Entscheiden Sie, was in der neuen Realität wahr sein wird

 

Sie können zum Beispiel entscheiden: „In der neuen Realität, wenn die Heilung abgeschlossen ist, gibt es keinen Schmerz.“ oder „Das Lesen wird mir leichter fallen.“ oder „Der Tumor wird nicht mehr da sein.“

 

2. Ermutigen Sie die Wahrnehmung, dass es jetzt geschieht

 

Während es zwar zutrifft, dass Sie sich auf ein Ziel in der Zukunft zu bewegen und Sie die Wahrnehmung eines Erfolges in einem bestimmten Moment der Zukunft beibehalten, muss der Prozess der Ermutigung im gegenwärtigen Moment geschehen. Es geht darum, dass Sie Ihre Wahrnehmungen von dem, was gerade jetzt geschieht, nämlich im Moment der Erfahrung untersuchen: „Der Schmerz ist jetzt geringer als zuvor. Die Heilung muss jetzt gerade geschehen.“ oder „Die Buchstaben, die ich sehe, sind jetzt klarer als zuvor.“ oder „Vielleicht ist der Tumor jetzt schon ein wenig kleiner. In jedem Fall fühlt sich mein Bewusstsein jetzt klarer, also weiß ich, dass etwas Positives geschieht.“

Positives Denken ist kein Selbstbetrug. Selbst wenn es in der Erfahrung des Symptoms Hochs und Tiefs gibt, ist es wichtig zu erkennen, dass die Tiefs jetzt dort sind, wo früher die Hochs waren, sodass Sie sich jetzt selbst an Ihren gegenwärtig schlimmsten Tagen besser fühlen als an Ihren früheren besten Tagen. Anders gesagt, selbst an Tagen, an denen Sie die Symptome erfahren, können Sie bemerken, dass diese nicht mehr so stark sind wie in der Vergangenheit (wenn dies stimmt) und damit sind Sie in der Lage, bei einer Wahrnehmung einer positiven Entwicklung zu bleiben.

Es geht darum, dass Sie sich selbst Gründe dafür geben, an den Prozess zu glauben, und gleichzeitig erkennen, was auf der körperlichen Ebene wahr ist. Schließlich zeigen die Beobachtungen auf der körperlichen Ebene die Ergebnisse der im Bewusstsein getanen Arbeit. Jede Verbesserung des Zustandes auf der physischen Ebene sollte als eindeutiger Beweis dafür, dass die Heilung jetzt geschieht, anerkannt und beibehalten werden.

Wenn sich die Bedingungen auf der körperlichen Ebene zunehmend verschlechtern, dann muss klar sein, dass etwas nicht funktioniert hat, um dann Schritte einzuleiten, damit die Situation korrigiert werden kann und sich der Heilungsprozess fortsetzt. Selbst die notwendige Korrektur kann als Teil der Heilung verstanden werden und ist es auch. Sie bringt Sie dem Endergebnis, geheilt zu sein, einen Schritt näher.

 

3. Entscheiden und wissen Sie, dass es jetzt wahr ist

 

Solange bis Sie sich selbst symptomfrei erfahren, setzen Sie den Prozess der Unterstützung und Ermutigung fort. Wenn es so weit ist, müssen Sie die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass Sie dieses Symptom vielleicht nie wieder erfahren. Wenn der Schmerz verschwunden ist, kann er für immer gegangen sein. Wenn Sie klar sehen, akzeptieren Sie dies als Ihren neuen normalen Zustand. Wenn die Heilung vollkommen ist, müssen Sie sich selbst als geheilt sehen und auf diese Weise nehmen Sie die Heilung an, wie wir sagen. Sie identifizieren den Bewusstseinszustand, den Sie erfahren, und Ihre Sicht der Welt von diesem Bewusstseinszustand aus, als normal und gewohnt, auch wenn es Ihre neue Art und Weise zu sein ist.

Wenn das Symptom durch medizinische Tests nachgewiesen worden war, freuen Sie sich auf die nächsten Untersuchungen, die Sie frei von jenen Symptomen zeigen werden. Denn schließlich gilt: geheilt ist geheilt, und zwar auf allen Ebenen. Wenn die Untersuchungen eine Verbesserung aber noch keine endgültige Auflösung ergeben, wissen Sie, dass Sie sich in eine positive Richtung bewegen und dass es noch ein Stück des Weges zu gehen gilt. Wenn Sie an sich selbst gearbeitet haben, machen Sie damit weiter und nehmen Sie die Fortschritte an, die Sie bereits gemacht haben. Wenn Sie mit Anderen gearbeitet haben, die Sie geheilt haben, dann können Sie es als teilweise Heilung annehmen und sicher sein, dass die nächste Heilung Sie wieder weiterbringen wird oder aber die letzte sein wird, die Sie brauchen.

Wenn Sie Rückmeldung auf der körperlichen Ebene erhalten, die die Ergebnisse Ihrer Heilungsarbeit zeigt, nehmen Sie sie an und vertrauen Sie ihr. Und wenn Sie sich in einem perfekten Gesundheitszustand befinden, widmen Sie sich anderen Dingen, die Sie mit Ihrem Bewusstsein tun können, als Probleme zu korrigieren. Werden Sie kreativ und setzen Sie sich Ziele, beobachten Sie sie dabei, wie sie sich manifestieren. Schaffen Sie mit den Werkzeugen, die Sie zu nutzen gelernt haben, ein Leben, in dem Sie glücklich und erfüllt sind. 

Vielleicht haben Sie das Bedürfnis, Ihre Erfolgsgeschichte mit Anderen zu teilen. Viele Heiler und Lehrer der Heilung haben auf diesem Wege angefangen, durch die Notwendigkeit, sich selbst zu heilen. Wenn sie ihre Geschichten mitteilen, kommen diese aus deren persönlicher Erfahrung.

Auf diese Weise hat es für mich funktioniert. Vielleicht kann es auch für Sie so funktionieren.

Lassen Sie jeden wissen, dass alles geheilt werden kann.

 

 (aus “Das Körper-Spiegel-System”, von Martin Brofman, Ph.D.)




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