

Da wir alle Schöpfer sind, die sich
einverstanden erklärt haben, eine physische Ebene gemeinsam zu erschaffen,
müssen wir uns auf ein System geeinigt haben, das alles zusammenhält. Ein
Zusammenspiel bestimmter Mechanismen, die die unbegrenzte und freie Natur
unseres Seins sowie das Wesen von Bewusstsein an sich widerspiegeln.
Diesen Mechanismen haben wir den
Namen Karma gegeben. Dabei handelt es
sich nicht um Regeln, die uns von außen aufgezwungen werden, sondern um die
reine Wirkung dessen, was wir in unser eigenes Bewusstsein hinein geben. Zuerst
dürfen wir nicht vergessen, dass es das Wesen unseres Bewusstseins ist, uns auf
die Erfüllung der Bilder hin zu bewegen, die wir in unser eigenes Bewusstsein
zu geben entschieden haben. Wenn wir ein Ziel haben und das Bild von dessen
Erfüllung in unser Bewusstsein gegeben haben, existiert die Erfüllung unseres
Ziels bereits und wir bewegen uns darauf zu.
Man könnte davon sprechen, dass wir
unsere Wünsche an eine höhere Intelligenz abgegeben haben. Und dabei spielt es
keine Rolle, ob wir diese höhere Intelligenz als etwas außerhalb oder innerhalb
von uns selbst ansehen. Die höhere Intelligenz kann uns dann in jedem einzelnen
Moment Anweisungen geben. Sie teilt sie uns über das Medium der Kommunikation
mit, das wir Intuition oder Instinkt nennen. Unsere Richtung kommt also von innen, innerhalb unserer selbst, indem
wir das tun, was sich für uns in jedem einzelnen Moment richtig anfühlt.
Gleichzeitig scheinen uns aber auch
die Ereignisse in der äußeren Welt in die gleiche Richtung zu bewegen. Dabei
scheint es sich um Kräfte außerhalb unserer selbst zu handeln, die allerdings
durch das Bild oder Ziel, das wir in unser eigenes Bewusstsein gegeben haben,
in Gang gesetzt wurden. Wenn also bestimmte Dinge geschehen, die scheinbar
durch Kräfte veranlasst werden, die sich außerhalb unseres Einflusses befinden,
zugleich aber im Einklang mit einem bestimmten Schema und einer spezifischen
Ordnung stehen, dann nennen wir dies karmisch. Mitunter gebrauchen wir auch den
Begriff Schicksal, um die gleiche
Kraft zu beschreiben, die uns auf diese Art und Weise voranbringt.
Ein Element dessen, was wir als Karma
kennen, ist demzufolge diese scheinbar außerhalb von uns selbst existierende
Kraft, die uns zur Erfüllung unserer Ziele hintreibt, die auch durch das, was
wir in unser eigenes Bewusstsein hinein gegeben haben, in Bewegung versetzt
wurde. Auf unserem Weg zu dieser Erfüllung hin gibt es zwei Variablen: unsere
Handlungen und unsere Wahrnehmungen. Diese, über die wir ebenfalls entscheiden,
versetzen dann Kräfte in Bewegung, die außerhalb von uns selbst zu existieren
scheinen.
In Hinblick auf unsere Handlungen
können wir sagen, dass das, was wir aussenden, zu uns zurückkommt. Dies ist
hier nicht im Sinne einer gerechten Strafe Gottes gemeint, sondern einfach als
karmischer Mechanismus und als Kommunikationsmittel. Sie sehen selbst, dass
Liebe auf viele verschiedene Arten zum Ausdruck gebracht werden kann, und – wie
bereits erwähnt - wird die Art und Weise, wie manche Menschen ihre Liebe
ausdrücken, als Gegenteil dessen ausgelegt, was eigentlich beabsichtigt war.
Glücklicherweise gibt es ein
Protokoll, das uns dabei helfen kann, unsere Sensibilität und Vorlieben
gegenseitig zu verstehen. Wenn Sie möchten, dass Menschen in bestimmter Weise
mit Ihnen in Beziehung treten, können Sie ihnen diese Art und Weise durch
Beispiele zeigen. Senden Sie das aus, was Sie zurückbekommen möchten. Behandeln
Sie Andere so, wie Sie selbst behandelt werden möchten und machen Sie sich klar,
dass Andere Sie so behandeln, wie sie gern behandelt werden möchten.
Es ist, als ob sie sagten: „So möchte
ich Liebe mir gegenüber zum Ausdruck gebracht bekommen. Wenn du Liebe mir
gegenüber ausdrücken möchtest, und dich mit dieser Weise, sie zum Ausdruck zu
bringen, wohl fühlst, dann fühle ich mich gut.“ Zur gleichen Zeit können die
Anderen Sie bei Ihren Handlungen beobachten und diese als Demonstration dafür
verstehen, wie Sie sich wünschen, dass Liebe Ihnen gegenüber ausgedrückt wird,
wenn sich diese Art und Weise für die Anderen gut anfühlt.
In Bezug auf Ihre Beziehung zum
Universum oder wie auch immer Sie das Zusammenspiel der Energien, die Sie
außerhalb Ihrer selbst wahrnehmen, zu nennen entschieden haben, können Sie
gewiss sein, dass Ihnen das Universum die Energien und Handlungen, die
ursprünglich von Ihnen stammten, über Andere zurück sendet. Obwohl diese
Energien zwar außerhalb Ihrer selbst wahrgenommen werden, wurden sie durch Ihre
Handlungen in Bewegung versetzt. Sie bilden ein zweites Element dessen, was wir
Karma nennen.
Wenn alles auf eine gerechte Strafe
Gottes hindeutet, denken Sie darüber nach, was für Energien Sie nach außen
gegeben haben, denn jetzt wissen Sie, wie es sich anfühlt, wenn sie
zurückkommen. Statt nun weiterhin die gleiche Reihe an Wirkungen zu erzeugen,
indem Sie fortfahren, die gleichen Energien nach außen zu geben, können Sie
entscheiden, etwas anderes zu erschaffen, das sich besser anfühlt, wenn es
zurückkommt. Wir können also sagen, dass der „Zweck“ dieses Aspekts des Karmas
die Einsicht ist, und dass wir, wenn wir diese Einsicht erreicht haben, von den
Wirkungen dieses Karmas frei sind.
Natürlich kehren auch die positiven
Aspekte Ihrer Handlungen zu Ihnen zurück, im Sinne des Blauen und des Grünen
Chakras, die dabei zusammenarbeiten. Wenn Sie sich fließend auf Ihrem Pfad
entlang bewegen, Ihre Liebe Anderen gegenüber zum Ausdruck bringen und dadurch
deren Bedürfnisse erfüllen, ohne dass sie sich dazu anstrengen müssten, werden
Sie herausfinden, dass all Ihre Bedürfnisse ohne irgendeine Anstrengung Ihrerseits erfüllt werden und dass Ihnen
Liebe von den Anderen entgegengebracht wird. Die Liebe, die Sie aussenden,
kehrt also zu Ihnen zurück.
Bezüglich Ihrer Wahrnehmungen, die
Karma erschaffen, geht es um die Art und Weise, in der Sie Andere zu sehen
gewählt haben. Wir sind alle Schöpfer, jeder von uns eine Seele, jeder ein
Bewusstsein, das unser Universum um uns herum manifestiert. Auf diese Weise
sind wir alle gleich. Wir verfügen in unserem Bewusstsein alle über die gleiche
Ausrüstung und auch wenn einige ihre Fähigkeiten stärker manifestiert haben als
Andere, ist unser Potential doch gleich. Wir haben alle den gleichen Computer,
nur haben einige entschieden, die bessere Programmierung anzunehmen.
In dieser Hinsicht können wir also,
wenn Sie sich die Leistungen jener ansehen, die Sie für bemerkenswert und
außerordentlich halten, davon ausgehen, dass sie Ihnen nur einen Aspekt Ihrer
eigenen Fähigkeiten zeigen. Was einer kann, kann jeder. Wir sind alle gleich
und in Bezug auf unsere Entwicklung bewegen wir uns alle auf das Violette
Chakra zu, das für Einheit steht. Wir bewegen uns auf die Einheit zu.
Einheit existiert nicht in einer
hierarchischen Struktur, sondern sie erfordert absolute Gleichheit. Damit sich
ein Bewusstsein vollständig in ein anderes begeben kann, um das andere wie sich
selbst mit einem Gefühl der Einheit zu erfahren, müssen beide absolut
gleichwertig sein. Wenn Sie jemanden als unter- oder überlegen ansehen, ist
dies eine falsche Wahrnehmung und muss im Sinne Ihrer Entwicklung und der
Entwicklung Aller verändert werden.
Wenn Sie Andere als sich selbst
überlegen sehen, müssen Sie dies als falsche Wahrnehmung verstehen. Diese Ihnen
scheinbar überlegenen Menschen haben Sie nur auf Ihre eigenen Fähigkeiten aufmerksam
gemacht und Ihnen die Werkzeuge für Ihr Wachstum gegeben, mit denen Sie Ihre
selbst auferlegten Beschränkungen überwinden können. Sie haben die Fähigkeit,
das zu tun, was sie getan haben, vielleicht sogar noch besser, wenn Sie das
möchten.
Auch wenn Sie Andere als unterlegen
betrachten, müssen Sie Ihre Wahrnehmungen verändern und anpassen. Dies können
Sie zum Beispiel dadurch erreichen, dass Sie „eine Meile in deren Schuhen“
gehen. Die Kräfte, die Ereignisse in diese Richtung bewegen, kommen scheinbar
von außen, wurden aber durch das, was Sie in Ihr Bewusstsein gegeben haben, in
Bewegung versetzt. Diese Möglichkeit der Angleichung Ihrer Wahrnehmungen ist
das dritte Element dessen, was wir als Karma kennen. Wir können also erkennen,
dass sein Zweck auch Einsicht ist.
Das, was wir als Karma kennen, setzt
sich also aus drei Elementen zusammen:
1. Uns auf die Erfüllung unserer
Ziele hin zu bewegen
2. Die Wirkungen unserer
Handlungen kehren zu uns zurück
3. Unsere Wahrnehmungen auf
Gleichheit auszurichten
Wenn wir die Ereignisse in unserem
Leben, die Dinge, die „uns passieren“ als Aspekte des Karmas betrachten, haben
wir damit eine Möglichkeit, bestimmte Dinge zu verstehen, die vorher keinen
Sinn ergeben haben. Wir können ein Schema oder eine Ordnung erkennen, und wir
können die Spannungen aufgrund des Nicht- oder Falschverstehens, das vorher da
war, auflösen.
Wir sehen, dass das, was wir als
Karma kennen, ganz persönlich und zugleich auch ganz unpersönlich ist.
Persönlich ist es in dem Sinne, dass es widerspiegelt, was wir als Individuen
mit unserem individuellen Bewusstsein zu tun gewählt haben. Und unpersönlich
ist es in dem Sinne, dass es für jeden auf die gleiche Weise funktioniert. Uns
wird klar, dass jeder von uns die Wirkungen von vergangenem Karma erlebt und
gleichzeitig neues Karma aufbaut, und manchmal ist es schwierig sie auseinander
zu halten.
Da wir alle unser eigenes Karma
erschaffen und leben, zeigt die Vorstellung, wir könnten das Karma eines
Anderen „übernehmen“, dass das Wesen der karmischen Mechanismen nicht
verstanden wurde.
Einige Heiler behaupten, dass
bestimmte Symptome nicht geheilt werden könnten, weil sie karmisch seien. Diese
Heiler sind einfach den Wirkungen ihrer eigenen begrenzten Ideen erlegen und
tragen ihre Begrenzung in Form eines kosmischen Geheimnisses nach außen. Wir
glauben, dass alles geheilt werden kann. Die Fähigkeiten, dies zu erreichen,
liegen in jedem von uns.
Unserer Meinung nach sind alle
Symptome insofern karmisch, dass sie die Auswirkung davon sind, was Menschen in
ihrem eigenen Bewusstsein tun. Das bedeutet nicht, dass sie nicht geheilt
werden könnten. Wenn es unser Karma war, krank zu sein, kann es auch unser
Karma sein, geheilt zu werden, wie es bei mir der Fall war. Wenn Einsicht das
Ziel von Karma ist, dann ist dies im Einklang mit unserer Beschreibung der
Beziehung zwischen Körper und Bewusstsein.
Wenn wir ein Symptom entwickeln, dann
existiert dieses Symptom, um uns etwas über eine Art und Weise des Seins
mitzuteilen, die für uns nicht im Gleichgewicht ist. Wir tun uns selbst im
wörtlichen Sinne das an, was wir im übertragenen Sinne getan haben.
Wenn wir die Botschaft unseres
Körpers verstehen und die nötigen Veränderungen in unserer Art zu sein
vornehmen, hat das Symptom keinen Grund mehr, da zu sein, und kann aufgelöst
werden. Aus diesem Grund ist es für uns als Heiler von enormer Wichtigkeit,
dass wir die inneren Gründe für die äußeren Symptome mitteilen. Dies ist ein
wesentlicher Teil der Heilung.
Ebenso wichtig ist es, dass wir uns
daran erinnern, dass wir in unserem Bewusstsein unbegrenzt sind und dass somit
jede Idee, die uns einschränkt, ihrem Wesen nach ungültig ist. Wir haben die
unbegrenzte Fähigkeit, alles zu heilen. Falls eine Idee auftaucht, die uns
glauben macht, wir hätten nicht die Fähigkeit, diese wichtige spirituelle
Hilfeleistung zu geben, können wir diese Idee durch eine andere ersetzen, die
es uns ermöglicht, die wahrgenommene Grenze zu überwinden.
Wir wissen, dass alles geheilt werden kann.
Aus dem Buch "Das Körper-Spiegel System" Martin Brofman - Comed Verlag
Home Körper-Spiegel
System Stiftung
Lehrer
Chakren Info
Seminarpreise
Links
Kursuskalender
weltweit Bücher, Poster, usw.
Erfolgsgeschichten
Artikel
Forum
Kontakt