Warum werden unsere Augen als Fenster zur Seele bezeichnet?
Warum sprechen wir
von der Art und Weise, die Welt zu „sehen“. Was ist die Beziehung
zwischen
unserer Sicht, unserem Sehvermögen und unserer Art zu sein?
Sehen ist nicht einfach nur ein physischer, auf Schärfe
gerichteter Prozess. Es
ist eine multidimensionale Funktion, die unseren emotionalen und
mentalen
Seinszustand beeinflusst und von diesem beeinflusst wird, und die mit
unserer
Persönlichkeit verbunden ist. Das heißt, jede Art von Sehstörung ist
mit
bestimmten Persönlichkeitstypen verbunden.
Alle kurzsichtigen Menschen haben in ihrer Persönlichkeit
etwas gemeinsam, alle
weitsichtigen Menschen teilen einen gewissen Charakterzug, und all jene
mit
Astigmatismus arbeiten an einer ähnlichen Problemstellung in ihrem
Leben.
Alle Arten gestörten Sehvermögens stellen eine gestresste
Art und Weise dar,
wie eine Person auf seine Umwelt reagiert.
Manche sagen, dass Stress für jegliches emotionales und
physisches
Ungleichgewicht verantwortlich ist; Stress reflektiert, wie ein
Individuum auf
seine Umwelt in einer Weise reagiert, die nicht entspannt ist. Stress
wird im
physischen Körper unterschiedlich gespeichert, unter anderem in Form
von
Spannung in verschiedenen Muskeln.
So könne wir sagen, dass die physische Spannung im Körper
eine in den Muskelngespeicherte emotionale oder mentale Spannung ist.
Spannungen in
bestimmten Muskeln sind mit bestimmten emotionalen und mentalen
Zuständen
verbunden. Anders ausgedrückt bedeutet das, dort wo man die Spannung
spürt,
ist damit verbunden, warum man die Spannung spürt.
Im Fall der Sehkraft wurden verschiedene Sehstörungen mit
exzessiven Spannungen
in spezifischen extraokularen Muskeln (den Muskeln, die den Augapfel
umgeben)
und spezifischen mentalen Zuständen identifiziert. Um diesen Prozess zu
verstehen, schauen wir uns an, wie es funktioniert.
Der Augapfel wird von sechs Muskeln umgeben . Wir benutzen
diese Muskeln, um
unsere Augen in verschiedene Richtungen zu bewegen, und lange dachte
man, dass
dies ihre einzige Funktion wäre. Später fand man heraus, dass diese
Muskeln
ungefähr hundertmal kräftiger sind als nötig, um diese Funktion zu
erfüllen.Da Struktur und Funktion im menschlichen Körper
miteinander
korrespondieren, schien es offensichtlich, dass diese Muskeln noch eine
andere
Funktion haben mussten. Das tun sie.
Die extraokularen Muskeln sind, wie die Linse, auch
Bestandteil des Schärfemechanismus
unseres Sehapparates. Sie bewirken, dass sich der Augapfel verkürzt
oder verlängert,
je nachdem, was wir betrachten, was wir denken oder fühlen. Somit
funktionieren
die Augäpfel eher wie eine Balgenkamera mit variablem Fokus, als wie
eine
Tubuskamera mit fixierter Brennweite.
Vier
Muskeln ziehen jeden
Augapfel in die Augenhöhle und verkürzen so den Augapfel. Exzessive
Spannung
in diesen Muskeln, den geraden Muskeln, schaffen die Voraussetzung für
Weitsichtigkeit und wird emotional als Spannung im Bewusstsein erlebt,
die von
dem eigenen Selbst ausgeht und auf das Image ausgerichtet ist. Dies
kann als
unterdrückter Ärger oder Ärger über sich selbst (Schuld) erlebt werden,
oder
als ein Gefühl, dass man selbst nicht so wichtig ist, wie die Anderen.
Zwei Muskeln, die schrägen Muskeln, umschließen den
Augapfel wie ein Gurt, und
wenn sich diese Muskeln straffen, drücken sie den Augapfel zusammen,
wodurch er
sich verlängert. Exzessive Spannung in diesen Muskeln ist mit
Kurzsichtigkeit
verbunden und wird im Bewusstsein als ein
Sich-in-sich-selbst-Verstecken erlebt,
als ein Rückzug nach innen, als Besorgnis, ein Wahrnehmungsfilter der
Angst
oder des Misstrauens und ein Gefühl, bedroht zu sein, nicht sicher, um
man
selbst zu sein.
Ungleiche Spannungen in verschiedenen Muskeln können die
Voraussetzung für
Astigmatismus schaffen, eine Verzerrung der Sicht, so dass der Augapfel
aus
seiner Rundheit herausgezogen wird. Das wird vom Individuum als ein
Gefühl des
Verlorenseins empfunden, als Unsicherheit oder Unklarheit bezüglich
ihrer Werte,
darüber, was sie wirklich wollen und/oder was sie wirklich fühlen.
Äussere
Werte wurden im Innern übernommen und zwar auf eine Weise, die für das
Individuum nicht natürlich, organisch oder wahr ist. Der daraus
resultierende
Stress wird, sowohl im Bewusstsein, als auch in den Augenmuskeln der
Person
erlebt.
Sehstörungen entstehen zu einem Zeitpunkt im Leben einer
Person, wenn diese wörtlich
und sinnbildlich Stress in Bezug auf ihre Umwelt erlebt. Setzt sich
dies über
einen längeren Zeitraum oder in extremer Intensität fort, dann
„erstarren“
die Augenmuskeln zeitweilig und halten so den Augapfel in einem
Unschärfezustand.
Wenn die Spannungen in diesen Muskeln mit Spannungen im Bewusstsein der
Person
einhergehen, verharrt auch das Individuum in einem bestimmten
Bewusstseinszustand. Diese Augenmuskeln können sich somit entspannen
und
Klarheit kann wiederhergestellt werden, und zwar mit
Entspannungstechniken und
Hatha Yoga-Augenübungen (ähnlich dem, was Augenärzte als
Mobilitätstraining
bezeichnen).
Wenn der richtige Zustand der Augenmuskeln
wiederhergestellt ist, können die
Augäpfel ihre natürliche Form annehmen, und Klarheit kann zurückkehren.
Spannungen im Körper und im Bewusstsein der Person lösen sich ebenso,
und es
findet eine Rückkehr zu einem leichteren, klareren und natürlicherem
Seinszustand (für diese Person) statt.
Der natürliche Zustand unserer Sicht ist klar, und die
Rückkehr zu Klarheit
ist damit verbunden, zur Harmonie zurückzukehren und wirklich wir
selbst zu
sein.
Da die Sehkraft ein Metapher dafür ist, wie wir die Welt
sehen, und mit der
Persönlichkeit verbunden ist, kann man, wenn die Elemente der Erfahrung
einer
Person, die mit der Sehstörung verbunden sind, identifiziert wurden,
diese
loslassen und zu Klarheit zurückkehren. Anstatt uns der Wirkung von
Wahrnehmungen auszuliefern, die wir alsVerzerrungen
erkennen, können wir entscheiden, an der Ursache zu arbeiten, sich
bewusst an
Wahrnehmungen auszurichten, und diese auszuwählen, die wir für uns als
wirklich wahr erkennen, und die für uns in unseren Interaktionen
erfolgreicher
sind, d.h. einfach mehr unserem wirklichen Selbst treu zu sein.
Wenn
wir die übermäßigen
Spannungen in unserem Bewusstsein befreien, lösen sich die Spannungen
in den
Augenmuskeln, der Augapfel nimmt seine natürliche Form an, und die
Klarheit
kehrt zurück.
Da
jede Art Sehstörung
einem bestimmten Persönlichkeitstyp entspricht, spiegelt eine
Veränderung der
Persönlichkeiteine
Veränderung
der äußeren Sicht wider. Das „neue“ Wesen wird die selbe Seinsessenz
haben,
jedoch mit einer anderen Art, mit der Umwelt zu interagieren, ein
anderer „Tanz“,
ohne dem, was für das Individuum eine exzessive Spannung gewesen war.
Es wird
so sein, als würde das Individuum von einem sehr wirklich scheinendem
Traum
aufwachen, und die Dinge werden auf eine andere Art und Weise einen
Sinn ergeben.
Ein Wahrnehmungsfilter wird entfernt sein, ein Filter, durch den Werte
bestimmt
waren, und ohne diesen Filter wahre Werte zutage treten. Das „neue“
Wesen
wird vielleicht sogar einen anderen Geschmack bezüglich Essen und/oder
Kleidung,
und andere Gewohnheiten haben; wird sich dadurch jedoch mehr als es
selbst
erfahren, als das Wesen, das er wirklich ist. Es wird eine willkommene
Transformation sein.
Ansätze zur Sehkraftverbesserung, welche diesen Aspekt der
Persönlichkeitstransformation
nicht berücksichtigt haben, hatten nur begrenzten Erfolg. In Fällen, in
denen
die Sehkraft wiederhergestellt wurde, ist die betroffene Person durch
einen
Transformationsprozess gegangen und hat tatsächlich eine Rolle fallen
lassen
und ist ein anderes Selbst geworden, mit einer anderen Persönlichkeit,
wirklicher und mit einer anderen Sicht auf die Welt. Grad und
Geschwindigkeit
der Verbesserung waren mit der Bereitschaft seitens des Individuums
verknüpft,
die Veränderungen zu akzeptieren, die neue Persönlichkeit zu
akzeptieren, das
neue Selbst zu werden, oder besser, zu werden und zu leben, wer sie
wirklich
sind.
Wenn wir uns vorstellen, dass jeder von uns von einer
Energieblase umgeben ist,
unserem individuellen Wahrnehmungsfilter, können wir einige Metapher
sehen.
Menschen, die kurzsichtig sind, sehen besser das, was nah, als das, was
weiter
weg ist. Sie sind mehr auf das ausgerichtet, was in der Blase ist, und
weniger
auf das, was außerhalb ist. Sie sind innerlich beschäftigt und schauen
nicht
nach draußen. Die Energie und die Richtung der Aufmerksamkeit bewegt
sich nach
innen, zieht sich zusammen, weg von draußen. Dinge müssen herangeholt
werden,
um sie klar und angenehm zu sehen . Was man selbst möchte oder fühlt,
wird als
wichtiger empfunden, als das, was andere möchten oder fühlen. Die
Orientierung
richtet sich übermässig auf das eigene Selbst. Das„Ich“ wird als
wichtiger
erachtet als das„Du“, und aus der individuellen Perspektive scheint
das„Wir“,
das „Du“ nicht im gleichen Maße einzubeziehen. Es kann ein
außergewöhnliches
Bedürfnis an Privatsphäre empfunden werden, ein Rückzug von der Umwelt,
ein
Gefühl, von der Umgebung eingeschüchtert zu werden, ein
„In-sich-Verstecken“.
Der Fokus der Gedanken ist nach vorn gerichtet, mit Angst
oder Unsicherheit als
emotionale Erfahrung dieser Sicht. Es ist eine Beschäftigung, die das
Individuum davon abhält, völlig präsent zu sein, im Hier und Jetzt. Das
Ausmaß,
in welchem dies erlebt wird, hängt vom individuellen Gleichgewicht ab
und ist
mit dem Grad an Kurzsichtigkeit verbunden. Selbstverständlich kann es
verschiedene Kompensationen geben, wie Aggression, um die
Einschüchterung zu
minimieren, oder erzwungenen Extrovertiertheit, um das
„In-sich-Verstecken“
zu kaschieren, aber wir sprechen von der Basis hinter diesen äußeren
Handlungen.
Bei
Weitsichtigkeit wird das, was weiter weg ist, klarer gesehen, als das,
was nah
ist. Weitsichtige Menschen sind stärker darauf ausgerichtet, was sich
außerhalb
befindet, als was sich innerhalb der Blase befindet. Energie strömt
nach außen,
sich ausdehnend, weg von dem, was sich innen befindet. Dinge müssen
weiter weg
gehalten werden, um klar und bequem gesehen zu werden. Was andere
wollen oder fühlen,
wird als wichtiger erachtet als eigene Wünsche und Gefühle. Die eigene
Orientierung richtet sich auf andere, in einem Übermaß für diese
Person. Das„Du“
wird als wichtiger erachtet als das„Ich“, und aus der individuellen
Perspektive scheint das„Wir“, das „Ich“ nicht im gleichen Maße
einzubeziehen. Während eine kurzsichtige Person sich bereitwillig und
leicht
zurückzieht, hat eine weitsichtige Person Schwierigkeiten, dies zu tun,
da ihre
Aufmerksamkeit fortwährend nach draußen gerichtet ist. Die Person spürt
mehr
Interesse am Leben anderer und vermeidet es, auf ihr eigenes zu
schauen. Sie
betont das eigene Image und identifiziert sich mit diesem, dieses Bild
wird
wichtiger für die Person als das, was sie wirklich ist. Das Gefühl von
Ärger,
welches die Person erlebt, wird unterdrückt, um andere nicht zu
verletzen. Der
gedankliche Fokus liegt auf der Vergangenheit und geht einher mit
Ärger,
Selbst-Rechtfertigung oder einem Gefühl, nicht das Richtige getan zu
haben. Es
ist eine Beschäftigung, die das Individuum davon abhält, völlig präsent
zu
sein. Wiederum hängt der Grad, zu dem dies stimmt, von dem
individuellen
Gleichgewicht und dem Ausmaß der Weitsichtigkeit ab, und es kann ein
äußeres
Kompensationsverhalten vorliegen, wie zum Beispiel übertriebene Güte,
um
Schuld zu verbergen, oder extreme Freundlichkeit, um Ärger zu
verstecken.
Bei Astigmatismus ist die Blase verzerrt, und es wird
Unsicherheit bezüglich
der eigenen Wünsche und Gefühle erlebt, je nachdem, ob das rechte, oder
das
linke Auge, oder beide Augen betroffen sind.
Metaphysisch gesehen, repräsentiert das rechte Auge (das
Willensauge), klar zu
sehen, was man will, und das linke Auge (Das Geistauge) repräsentiert,
klar zu
sehen, was man fühlt. Bei Linkshändern ist dies genau umgekehrt. Eine
Person
mit Astigmatismus weiss oder fühlt, was für sie wahr ist, erachtet es
jedoch
als unangemessen und ändert es, und glaubt dann an die vorgetäuschte
Änderung,
wodurch sie nicht mehr klar sieht, was sie wirklich wollte oder fühlte.
Der
Fokus liegt mehr darauf, was gewollt oder gefühlt werden „sollte“, als
darauf, was für diese Person wahr ist, und sie erlebt ein Gefühl der
Unklarheit darüber, wer sie wirklich ist. Wer wären sie, wenn sie
aufhören würden,
jemanden vorzutäuschen, der sie nicht sind?
Kombinationen
von Sehkraftstörungen sind verbunden mit Kombinationen von den eben
genannten
Eigenschaften. Astigmatismus kann in Kombination mit entweder
Kurzsichtigkeit
oder Weitsichtigkeit erfahren werden. Selbstverständlich können diese
Eigenschaften auch von Personen ohne Sehkraftstörung erlebt werden,
aber bei
den Individuen mit Sehstörung sind die erwähnten
Persönlichkeitsmerkmale
besonders stark ausgeprägt.
Kurzsichtigkeit
heißt, das klarer zu sehen, was nah ist. Weitsichtigkeit heißt, das
klarer zu
sehen, was fern ist. Obwohl in einigen seltenen Fällen ein Auge
kurzsichtig und
das andere weitsichtig sein kann, können beide Zustände nicht in ein
und
demselben Auge auftreten. Wenn eine Person weder in der Nähe noch in
der Ferne
sieht, handelt es sich um einen Zustand von Starrheit des
Anpassungsmechanismus,
der eine Starrheit im Bewusstsein reflektiert, und
Entspannungstechniken und
Augenübungen können die Flexibilität wiederherstellen. Als Resultat
wird das
Individuum auch größere Flexibilität in ihren mentalen Prozessen
bemerken.
Wir
sind Energiewesen, und Energie wird von unserem Bewusstsein gelenkt.
Schließlich
haben wir die Fähigkeit, die Richtung des Energieflusses je nach
Situation zu wählen,
zu entscheiden, sich nicht von vergangenen Verhaltensmustern oder
Wahrnehmungen
leiten zu lassen, stattdessen jene Wahrnehmungen zu ändern, die wir als
wenig
akkurat oder optimal erkennen, mit der Bereitschaft, die Dinge so zu
sehen, wie
sie sind, anstatt durch einen Verzerrungsfilter.
Der
Energiefluss zwischen dem Inneren und dem Äußeren der Blase kann
verändert
werden, genauso wie die Beschaffenheit der Blase selbst, die letztlich
den
Wahrnehmungsfilter darstellt, durch den wir unsere Umwelt wahrnehmen.
Ein „festgeklemmter“
Filter macht uns anfällig für bestimmte Interaktions- und
Wahrnehmungsmuster.
Er ist wie ein selektiver Filter, der nur die Wahrnehmungen durchlässt,
die mit
den Grundsätzen übereinstimmen, welche wir gewählt oder akzeptiert
haben, und
der alle anderen ignoriert oder mit Vorbehalt aufnimmt. Da wir auf der
Grundlage
der Informationen agieren, die durch uns hindurchgehen, sind wir
geneigt, auf
unsere Umwelt in einer festgelegten Art zu reagieren. Die Selektivität
der
Linse ist kein Problem, es ist jedoch die verzerrende Eigenschaft des
emotionalen Filters, die losgelassen werden muss.
Wenn
wir klar und zentriert sind,
ist die Blase klar, und somit auch unsere Interaktionen. Wenn wir uns
mitten in
einer starken Emotion befinden, sind wir nicht zentriert, und unsere
Wahrnehmungen ändern sich. Situationen sehen anders aus, und daher
reagieren
wir auch anders. Die Blase ist durch emotionale Strömungen verzerrt.
Wenn
starke Emotionen, wie Zorn, Angst, Verwirrung etc. unterdrückt werden,
wie es für
die der Fall ist, die eine Sehstörung haben, ist die Blase ebenfalls
verzerrt,
aber die Verzerrung wird nicht erkannt. Die Person hat sich mit der
verzerrten
Sicht identifiziert, und glaubt, das es die Wahrheit und ihr wahres
Selbst
darstellt. Sie sind nicht der sie wirklich sind, sondern nur der, den
sie zu
sein scheinen, wenn der verzerrende Filter funktioniert. Sie kann den
verzerrenden Aspekt der Linse und die entsprechenden Wahrnehmungen
loslassen und
zu ihrem klaren Selbst zurückkehren.
Kurzsichtige Menschen können die Energie nach draußen
richten, indem sie immer
bereit sind sichtbar zu sein und darauf zu vertrauen, dass es gut so
ist. In
einer gegebenen Situation oder Interaktion, können sie sich selbst
sehen, wie
andere sie sehen, das heisst, sich selbst mit den Augen der anderen
Person zu
sehen, so dass sie nicht nur den Blick von drinnen nach draußen haben,
sondern
auch von außen nach innen. Dies wird ihnen die Möglichkeit geben, aus
sich
herauszugehen und die Dinge von einer anderen Perspektive zu sehen und
ihre
Interaktionen mit den so gewonnenen, zusätzlichen Informationen zu
optimieren.
Es ist gleichfalls wichtig, die andere Person so zu
behandeln, wie sie selbst
behandelt werden möchten, wenn sie an der Stelle der anderen Person
wären. Es
ist nicht nötig, mit der Wahrnehmung der anderen Person von ihnen
übereinzustimmen,
aber bereit zu sein, zu sehen, dass sie so gesehen werden, und dass die
Wahrnehmungen der anderen Person für sie genauso wichtig ist, wie die
eigene.
Schließlich kann es sehr sinnvoll sein, die Wahrnehmungen der anderen
Person zu
kennen.
Die Idee ist, sich nicht von der Umgebung bedroht oder
eingeschüchtert zu fühlen,
in der sich der Einzelne befindet, sondern sich stattdessen mehr darauf
zu
konzentrieren, sie selbst sein zu lassen und darauf zu vertrauen, dass,
wenn sie
tun, was sie wirklich tun wollen und sie selbst sind, immer etwas
wunderbares
geschieht. Genauso wie der Prozess für sie selbst so wichtig ist, ist
es
notwendig, anzuerkennen, dass der gleiche Prozess für die Menschen um
sie herum
wichtig ist, und dass es jedem einfach besser geht, wenn man man selbst
ist.
Aus der Perspektive einer kurzsichtigen Person, kann das
„Wir“ wirklich das
„Du“ im gleichen Maße wie das „Ich“ einschließen, und somit wird
das„Ich“
genauso wichtig.
Weitsichtige Menschen können ihre Energie mehr nach innen
richten, indem sie
sich selbst die selbe Beachtung schenken, wie anderen. Die Idee besteht
nicht
darin, aufzuhören, andere zu berücksichtigen, sondern darin, auch sich
selbst
Beachtung zu schenken. Es kann ein bewusster Prozess sein, sich selbst
zu
erlauben, ohne Schuld anzunehmen - nicht zu nehmen, sondern zu
empfangen - und Wünsche
und Gefühle auszudrücken, und sich selbst einfach zu erlauben zu
bekommen.
Wenn man empfängt, ist es nicht notwendig zu erwidern oder abzulehnen,
sondern
einfach „Danke“ zu sagen und bedingungslos zu akzeptieren. Das heisst,
sich
darauf auszurichten, nicht nur Dinge, sondern auch Ideen anzunehmen. So
auch zu
spüren, wie Dinge, Ideen und Menschen auf Abstand gehalten wurden, und
ihnen zu
erlauben, näher zu kommen. So können sie sich stärker auf ihr wahres
Selbst
ausrichten, als auf ihr Image. Das Image ist wichtig, aber das Wesen
darf nicht
übersehen werden. Die äußere Erscheinung ist nicht wichtiger, als die
wahre
Empfindung, und Menschen schätzen ehrliche Gefühle.
Die Beachtung muss auch das Selbst umfassen. Die Liebe
auszudrücken, muss kein
Opfer bedeuten. Es ist nicht notwendig, aus dir herauszutreten, um
geliebt und
respektiert zu werden. Die Rolle kann Spaß machen, aber erinnere Dich
an das
Selbst, das sie spielt, die Person innen drin. Aus der Perspektive
einer
weitsichtigen Person kann das „Wir“ das „Ich“ im gleichen Maß
einschließen
wie das „Du“, und das „Ich“ kann als ein anderes „Du“ gesehen werden,
genauso autonom und wichtig für sich selbst.
Menschen mit Astigmatismus können sich dann und wann im
Laufe des Tages fragen
„Was möchte ich jetzt wirklich? Was fühle ich jetzt? Was ist wahr für
mich?
Was ist wirklich für mich? Wenn ich aufhöre, der sein zu wollen, der
ich nicht
bin, wer wäre ich dann? Wenn ich aufhöre, nach den Maßstäben anderer zu
leben, wer wäre ich? Wenn ich aufhöre, die Person vorzutäuschen, die
ich
spiele, was würde ich anders machen?“ Vielleicht hattest du den
Eindruck
gehabt, in bzw. von der Umgebung, in der du dich befindet, nicht als
die Person,
die du wirklich bist, akzeptiert zu werden. Finde dann heraus, ob das
Gefühl
wirklich stimmt, indem Du die Rolle unterbrichst, und einfach Du selbst
bist. Du
wirst entweder entdecken, dass das Gefühl einer falschen Wahrnehmung
unterlag
und die Rolle unnötig war, oder das Gefühl bestätigt sich und Du kannst
Dich
in eine Umgebung bewegen, in der Du Du selbst sein kannst und
akzeptiert wirst.
So oder so, die Wirkung wäre, dass Du Dich wohler dabei fühlst, du
selbst zu
sein.
Es gibt für jeden von uns einen Platz in der Gesellschaft,
und wenn wir wir
selbst sind, gibt es einen Platz, wo wir hingehören, wo wir nicht nur
akzeptiert, sondern auch geschätzt werden für den der wir sind. Wir
müssen
nicht so tun, als ob wir nicht sehen, was wahr für uns ist. Wir können
uns
alle erlauben, mehr und mehr wirklich wir selbst zu sein und
authentischer.
Mit Bestimmtheit und der Bereitschaft, Wahrnehmungen und
die entsprechenden
Realitäten zu verändern, kann jeder seine Sicht der Welt, sowohl
wörtlich,
als auch sinnbildlich transformieren und zu dem natürlichen Zustand von
klarer
Sicht zurückkehren.
Affirmationen, die Du benutzen kannst. (Wähle eine jeden
Tag und wiederhole Sie
für Dich an diesem Tag. Lese die Liste dann und wann für Dich durch.)
1.Meine Sicht verbessert sich jetzt.
2.Ich wähle Klarheit.
3.Ich weiß, was Klarheit ist und erfahre es mehr und mehr
jeden Tag.
4.Ich erinnere mich an Klarheit und kehre zur Klarheit
zurück.
5.Ich spüre, dass ich klarer sehe jeden Tag.
6.Ich weiß, ich kann jetzt klar sehen.
7.Ich weiß, dass mich meine Erfahrungen zu klarerer Sicht
führen.
8.Ich akzeptiere neue Wege zu denken und zu sehen, welche
klarer für mich
sind.
9.Akzeptanz und Liebe führen zu Klarheit.
10.Ich akzeptiere, was ich sehe und sehe klarer.
11.Es ist leichter und leichter, klar zu sehen.
12.Ich lasse mich selbst wahrhaftig sein und beobachte, wie
sich meine Sicht
klärt.
13.Es ist immer angenehmer, ich selbst zu sein und klar zu
sehen.
14.Mein Geist erweitert sich und führt mir alle Informationen
zu
Bewusstsein, die ich brauche, um klare Sicht zu erfahren.
15.Ich kann heute klare Sicht haben. Ich kann heute klar
sehen.
16.Jeden Tag, in jeder Hinsicht, geht es mir besser und
besser.
17.Ich sehe klarer, wenn ich entspannt und zentriert bin.
18.Ich sehe klar, wenn ich im Hier und Jetzt bin.
19.Klarheit existiert hier und jetzt.
20.Klarheit ist mein natürlicher Zustand.
21.Klarheit ist, was wahr für mich ist.
22.Ich erfreue mich daran, klar zu sehen.
23.Ich sehe, dass alles perfekt läuft.
24.Ich liebe es, klar zu sehen.
25.Klarheit ist Freiheit, und wahrhaftig zu sein.
26.Ich sehe jetzt klarer.
27.Ich sehe klarer als zuvor.
28.Heute wähle ich, die Liebe zu sehen.
29.Immer, wenn ich das tue, was ich wirklich tun möchte,
geschieht etwas
Wunderbares.
30.Ich vertraue darauf, wahrhaftig zu sein und sehe klarer.
31.Ich sehe die Klarheit kommen.
32.Ich spüre heute klare Sicht.
33.So, wie ich mein Leben kläre, klärt sich meine Sicht.
34.Mein Sicht wird jetzt klarer.
35.Ich bin frei!
36.Meine Sicht wird immer klarer, so wie ich mich an meinen
neuen
Bewusstseinszustand anpasse.
37.Statt Probleme, sehe ich Lösungen. Ich sehe, wie Dinge
funktionieren können.
38.Meine Sicht zu klären, ist leichter als ich dachte.